Der offene Wettbewerb untersuchte den Ersatz einer genossenschaftlichen Gartenstadtsiedlung aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Eine massgeblich erhöhte Dichte, neue Nutzerbedürfnisse und veränderte Wohnformen bei Wahrung charakteristischer städtische Merkmale wie fliessender Grünräume und prägendem Baumbestand bildeten eine anspruchsvolle Ausgangslage. Der Projektvorschlag sieht ein Gefüge von fünf differenzierten Baukörpern als Abfolge entlang der Dübendorfstrasse vor. Der westliche Teil des Grundstückes wird von sechgeschossigen Punktbauten besetzt. Tiefe Baukörper spannen mit dem Terrain ansteigende Zwischenräume auf. Im Osten erstrecken sich strassenbegleitend zwei viergeschossige Zeilenbauten, die kleinmassstäblicher strukturiert sind und Bezüge zur Nachbarschaft aufnehmen. Der vorgeschlagene Wohnungstyp ist primär aus dem Umgang mit den überschrittenen Lärmemissionen der Dübendorfstrasse entwickelt und erklärt die aufgefächerte Erscheinung der Baukörper. Die Wohnungen profitieren mehrheitlich von einer dreiseitigen Belichtung und orientieren sich gegen den ruhigen Aussenraum. Die Geometrie des baulichen Volumens ermöglicht trotz erhöhter Dichte prägnante Blicke in die Weite. In den Wohnungen artikuliert jeweils eine Wandscheibe, die zweiseitig über Türen freigespielt werden kann die Mitte der Wohnung. Die Abfolge von Wohn-Esszimmer ermöglicht bei ökonomischen Wohnungsgrössen eine räumliche Grosszügigkeit.
Team JCFA: Julian C. Fischer, Ludwig Hänssler
Fachplaner: Landschaftsarchitektur, Hoffmann & Müller Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Bauingenieur, Ferrari Gartmann AG, Chur
Baumanagement, Perita AG, Zürich
Projektname: Neubau Wohnsiedlung mit 135 Wohnungen und Kindergarten
Projekt-Nr: NO 15
Projektverfahren: Offener Wettbewerb, 2. Preis
Ort: CH, Zürich - 8051
Bauherrschaft: Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof, Zürich
Bilder: Studio Diode, Zürich
Kollaboration: Niki Kim Architekten, Zürich