Der Projektwettbewerb umfasste den Ersatzneubau eines Wohngebäudes mit 18 preisgünstigen Wohnungen. Im heterogenen Kontext um das Freilager sucht der Beitrag trotz vergleichsweise bescheidener Grösse eine städtebauliche Präsenz über die figurative volumetrische Erscheinung und seine prägende Silhouette.
Mit dem ebenfalls zum Projektperimeter gehörigen Gewerbehaus spannt der Projektvorschlag einen gemeinschaftlichen Innenhof auf. Dieser spezifischen Atmosphäre entsprechend besetzen differenzierte Atelierwohntypen die Erdgeschosszonen in Bestand wie auch Neubau.
Die Regelwohnungen weisen trotz einfacher Raumkonfigurationen mehrseitige Orientierungen und Ausblicke auf. Die räumliche Disposition erlaubt Mehrfachnutzungen und bietet damit vielfältige Möglichkeiten der Aneignung.
Der architektonische Ausdruck wird von der Idee eines muralen Gebäudes mit verputzten, differenziert gestrichenen Wandflächen geprägt. Trotz einfacher Detailierung wurde nach einer eigenständigen Erscheinung gesucht, die das Gebäude gleichermassen im Kontext verortet wie für die Bewohnerschaft identitätsbildend wird.
Team JCFA: Severin Graf, Han Seul Ju
Fachplaner: Landschaftsarchitektur, Studio Boden, Graz
Bauingenieur, EBP Schweiz AG, Zürich
Elektro, IBG Engineering AG, WinterthurHLKS, Raumanzug GmbH, Zürich
Bauphysik, Raumanzug GmbH, Zürich
Projektname: Neubau Mehrfamilienhaus
Projekt-Nr: NO 9
Projektverfahren: Selektiver Wettbewerb, 3. Preis
Ort: CH, Zürich - 8047
Bauherrschaft: Stiftung PWG, Zürich
Bilder: @ Studio Diode, Zürich
Kollaboration: TH Architektur, Zürich
Schürmann Witry Architekten, Zürich/Stutgart